Ostschweiz - Schwingen
hr/thomas mock

Roth mit zwei Siegen zur Mittagszeit in der Spitzengruppe

Mit dem eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug ist der schwingerische Saisonhöhepunkt heute Morgen lanciert worden.

Bereits am Morgen sorgten die Schwinger für einiges an Spektakel. Zur Mittagszeit sind zwei Gänge geschwungen. Von den Appenzellern unterstrich insbesondere Michael Bless seine Ambitionen für seinen vierten eidgenössischen Kranz. Mit dem Auftaktsieg gegen den Berner Eidgenossen Remo Käser gelang Bless hierbei die Revanche für seine Niederlage am letzten eidgenössischen Schwingfest in Estavayer. Im zweiten Durchgang kam es dann zum Aufeinandertreffen mit dem Schwingerkönig von 2010, Kilian Wenger. Auch hier musste Bless bei der letzten Begegnung eine schmerzliche Niederlage hinnehmen – doch nicht heute. Die Schwinger neutralisierten sich während sechs Minuten gleichermassen, ehe der Gang gestellt endete. Für Bless scheint entsprechend der Auftakt geglückt und seine nächsten Gänge können mit Spannung erwartet werden.
Gar mit zwei Siegen findet sich Martin Roth wieder. Zur Mittagszeit rangiert er mit Topschwingern wie Kilian Wenger oder Joel Wicki auf dem zweiten Zwischenrang. Eine Begegnung mit einem Eidgenossen blieb bis anhin aus, wird aber mit grosser Sicherheit am heutigen Tag noch stattfinden. Roth ist aber bis anhin auf Kurs und es bleibt zu hoffen, dass ihm auch im Nachmittagsprogramm das Wettkampfglück zur Seite steht.
Raphael Zwyssig, Marcel Kuster, Markus Schläpfer, Andrin Poltera, Thomas Kuster, Martin Hersche, Roman Wittenwiler wie auch Reto und Thomas Koch konnten einen ihrer Gänge bis anhin siegreich gestalten. Die Eidgenossen Zwyssig, Kuster und Hersche mussten allerdings im zweiten Gang ihre Aufholjagd beginnen. Denn während Zwyssig mit einer Punkteteilung gegen Philipp Gloggner seinen Wettkampf eröffnete, mussten Kuster (gegen Michael Wiget) und Hersche (gegen Martin Rolli) gar äusserst früh als Verlierer vom Platz. Urs Giger blieb bis anhin ohne Erfolg, doch auch für ihn ist noch nichts verloren. Allerdings wird er am Nachmittag unter Zugzwang sein, wenn er in der zweiten Wettkampfhälfte noch mithalten will.
Die Königskandidaten starteten ebenfalls unterschiedlich in den Wettkampf. Aus Appenzeller Sicht lag der Wermutstropfen bei der spektakulären Niederlage von Samuel Giger. Erstmals seit zwei Jahren musste der gebürtige Appenzeller wieder als Verlierer vom Platz. Er bleibt zwar weiterhin im Titelrennen, allerdings wird er in den weiteren Gängen noch aufdrehen müssen. Eine erfolgreiche Revanche gelang indes Armon Orlik mit seinem Sieg über Schwingerkönig Matthias Glarner. Nach intensivem Zweikampf gelang Orlik auch gegen Florian Gnägi der erwünschte Sieg. Von den Innerschweizer Hoffnungsträgern bleibt Joel Wicki bis anhin makellos und äusserst souverän. Ganz anders Pirmin Reichmuth, welcher nach einer Niederlage und einer Punkteteilung seinen Traum vom Schwingerkönigstitel schon beinahe begraben muss. Die Berner haben mit Christian Stucki ebenfalls noch ein heisses Eisen im Feuer. Ähnlich wie Wicki blieb auch er makellos. Für die weiteren Gänge darf also weiterhin Spektakel erwartet werden.