Herisau
Helena Städler

Matheplätze für das Dorf

Diese Woche traf man vermehrt Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen in Herisau an. Unter der Leitung ihrer Dozenten Mathematik erarbeiten sie in ihrer Projektwoche das Lernheft «mathematische Lernplätze» für Herisau.

  • Das ist die Legende
    Der Herisauer Heinrich Schlittler zeigt den Studierenden mögliche «Mathplätze». (Bild: hst)

Es ist bereits der zehnte Ostschweizer Ort, welcher mit dem Lernheft ausserschulisches Lernen im Mathematikunterricht für die Oberstufe anbietet. Hauptziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler den mathematischen Nutzen im Alltag erkennen und anwenden können.

In acht Gruppen erarbeiten die Studierenden je einen «Mathplatz» in drei thematisch unterteilte Blöcke, wie beispielsweise Volumenberechnung oder Bruch, mit insgesamt 12 mathematischen Aufgaben. «Mit dieser Projektaufgabe stellen sich unsere Studierenden diversen Herausforderungen. Eine davon ist bestimmt die Erstellung diverser Mathematikaufgaben, welche dem Lernniveau der Oberstufe gerecht sind», sagt Gerold Rüegg, Mathematik Dozent. Dabei müsste nicht nur darauf geachtet werden, dass die Aufgaben weder zu einfach noch zu schwierig seien, die Sicherheit der Schüler habe die oberste Priorität und die Aufgaben müssten auch bei Veränderungen weiterhin Bestand halten. Als Beispiel wurden dafür mögliche Aufgaben mit dem sich jährlich ändernden Fahrplan der Züge genannt. Das Projekt kommt auch bei den Studierenden gut an. «Es ist toll an einem Projekt mitzugestalten, welches man später als Lehrbuch vorweisen kann. Zudem lernt man weitere Unterrichtsmethoden kennen,» sagt eine Studierende.

Bereits im nächsten Schuljahr können die «Mathplätze» verwendet werden, im August wird das Lernheft mittels einer Vernissage vorgestellt.