Ostschweiz
hr/thomas mock

Hochspannung zur Wettkampfhälfte am Eidgenössischen

In Zug sind vier Gänge bestritten und im Kampf um die Krone hat sich der Favoritenkreis zumindest ansatzweise verkleinert. Von den Appenzellern besitzen Michael Bless und Martin Roth zurzeit die beste Ausgangslage.

Michael Bless startete mit einem Exploit in den Wettkampf, als es ihm gelang, den Berner Hoffnungsträger Remo Käser auf die gültige Seite zu drehen. Auch im zweiten Gang gegen Schwingerkönig Kilian Wenger liess sich Bless nicht aus der Ruhe bringen. Er brachte die Zeit ohne grössere Schwierigkeiten über die Runden, ehe der Gang gestellt endete. Mit zwei anschliessenden Maximalnoten rangiert er als bester Appenzeller und hinter Armon Orlik als zweitbester Nordostschweizer auf dem vierten Zwischenrang. Ebenfalls erfolgreich kämpfte der Herisauer Martin Roth. Mit drei Siegen und einer Punkteteilung rangiert er unweit hinter Bless auf dem fünften Zwischenrang. Der gestellte Gang gegen den Berner Eidgenossen Thomas Sempach dürfte hierbei ebenfalls als Erfolg betrachtet werden. Mit je zwei Siegen, einem verlorenem und einem gestellten Gang stehen Martin Hersche, Marcel und Thomas Kuster zu Buche, wobei Hersche noch etwas die besseren Noten aufweisen kann als die Kuster-Brüder. Von den beiden Eidgenossen verlief der Auftakt allerdings keineswegs nach Mass, mussten doch beide Athleten als Verlierer vom Platz. Erfolgreicher verlief der Auftakt für Thomas Kuster, ehe er aber in den folgenden Gängen Punkte einbüssen musste. Markus Schläpfer kam nach seinem Auftaktsieg nicht mehr weiter in Fahrt und musste im Anschluss dreimal die Punkte teilen. Ähnlich erging es auch Raphael Zwyssig und den restlichen Appenzellern, welche ebenfalls nicht ganz in die Gänge gekommen sind. Zurzeit ist die nötige Punktzahl für den ersten Ausstich noch nicht bekannt, für einige wird es aber vermutlich bereits hart werden, den zweiten Wettkampftag zu erreichen.
Von den vier meistgenannten Topfavoriten konnten sich bis anhin einzig Armon Orlik und Joel Wicki behaupten. Zusammen mit dem Berner Eidgenossen Christian Stucki und dem einheimischen Zuger Marcel Bieri sind sie die einzigen Schwinger, welche all ihre Wettkämpfe erfolgreich bestreiten konnten. Besonders eindrücklich der Auftritt von Joel Wicki, welcher für seine vier Siege nur rund eineinhalb Minuten (!) brauchte. Auf der anderen Seite gehören Samuel Giger und Pirmin Reichmuth wohl zu den grossen Geschlagenen des ersten Tages. Samuel Giger musste gleich zwei äusserst empfindliche Niederlagen in Kauf nehmen. Auch der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner kam nicht auf Touren. Mit zwei Niederlagen, einem Gestellten und nur einem Sieg ist bereits heute klar, dass er seinen Titel nicht verteidigen kann. Bekanntermassen wird allerdings erst am Sonntagabend abgerechnet und man darf gespannt sein, wie sich die Favoriten in der zweiten Wettkampfhälfte behaupten können.